Denken wird heutzutage dem Fernseher überlassen!
Geschrieben von admin in Allgemeines, Computer, Deutschland, Heimat, Kommunikation, tags: Access-Blocking, Charakter, Domäne, Surfverhalten, Verschleierungstaktikmein-parteibuch.com – brigitte zypries zitat des jahres
“Es ist uns wichtig, mit dem Gesetz die rechtlichen Regelungen dafür zu treffen, dass wir ein Access-Blocking machen können. Ich würde noch weitergehen und nicht nur die DNS, also die allgemeinen Domänennamen, berücksichtigen. Wir müssen auch auf die Ebene darunter gehen, sonst erreichen wir viel zu wenig. Es ist möglich, auf dieser Ebene das Surfverhalten zu verfolgen. Dann können wir sagen: Wer immer versucht, auf die Seite dieses oder jenes Anbieters zu gehen oder auf diese oder jene Inhalte zuzugreifen, wird erstens gestoppt – Ihr Vorschlag – und zweitens strafrechtlich verfolgt.”
Manchmal hab ich einfach keine Lust an der Realität teilzunehmen…
Brigitte Zypries (SPD) “Internet-Expertin” eine ganz klare Wahlempfehlung in diesem Wahljahr 2009! Zensur reicht nicht, sondern wer auch nur einen Versuch macht, auf missliebige Inhalte zuzugreifen, soll sich strafbar machen. Das offenbart doch Charakter!
Aber mal im Ernst Leute, gehts noch? Die Berater der Ministerin scheinen irgendwie das falsche Zeug geraucht zu haben. Anders kann man sich diesen Irrsinn nicht erklären.
Nochmal langsam zum mitschreiben, liebe Regierungmitglieder:
Zum einen ist dieses Vorhaben unpraktikabel, und zum anderen würde es ausschließlich die braven Bürger benachteiligen, nicht die Kriminellen.
Ist die geistige Freiheit in .de nun bald völlig verloren und weitere Eskalationstufen sind vorprogrammiert:
Ein Kommentar beim MP Artikel sieht es völlig richtig:
1a. Provider manipulieren DNS.
1b. Bürger nutzen andere Nameserver.
2a. Provider müssen protokollieren.
2b. Bürger nutzen TOR/Anonymisierer.
3a. Zypries macht Packet-Inspection.
3b. Bürger verschlüsseln.
4a. Verbot/Backdoor https: für deutsche Server.
4b. Bürger tunneln SSL zum nicht-EU-Proxy.
5a. Verschlüsselung wird verboten usw.
Dieses Katz und Maus Spiel lässt sich beliebig fortsetzen..
Kleiner Tipp: Sucht Euch bitte neue Fachleute, die bisherigen scheinen extrem inkompetent zu sein. Jeder mittelmässige Systemadmin kann Ihnen erheblich bessere Fakten bzw. Informationen liefern.
Gegenargument bei Zeit Online:
Auf der norwegischen Sperrliste, die das Bundeskriminalamt unter anderem verwenden will, sind beispielsweise auch 25 deutsche Server verzeichnet, mit 70 genuinen Domain-Namen. Insgesamt gibt es hierzulande sogar über 200 Domain-Namen. Von denen ist ein großer Teil bei einer Firma geparkt, auf deren Seite Domains verkauft werden können. Damit hat diese Firma wahrscheinlich echte Kontaktdaten. Wie sollen sonst die Verkäufe abgewickelt werden? Das Bundeskriminalamt müsste nur zu dieser Firma gehen und die Inhaber der Domains ermitteln. [Zeit Online]
Eine Regierung die in dieser Sache noch glaubwürdig bleiben will, muß andere Mittel wählen um an’s Ziel zu kommen… eine nicht kontrollierbare Zensurbehörde ist jedenfalls der völlig falsche Weg.
“Die Dreckschleuder” mit weiteren Informationen zur geplanten Zensur von Inhalten.
Oder hier —> bei lawblog.de – die Legende von der Kinderpornoindustrie





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